Der Entwässerungsbetrieb Lutherstadt Wittenberg (ELW) betreibt seit 2012 bereits einen Klärschlammfaulbehälter zur Klärschlammstabilisierung und Klärgasgewinnung.
Aufgrund der gestiegenen Zulaufbelastung der Kläranlage reicht die Kapazität des bestehenden Faulbehälters nicht mehr aus.
Vor diesem Hintergrund ist nach umfangreicher Planung der Bau eines zweiten Faulbehälters beschlossen worden. Neben dem Neubau des zweiten Faulbehälters muss auch das zugehörige Maschinenhaus erweitert werden. Mit dem neuen Faulbehälter wird auch die Technologie der Schlammumwälzung von Rohrmischern auf das VaSo®-Verfahren umgestellt. Das betrifft auch die Umrüstung des bestehenden Faulbehälters.
Ziele sind neben der Erweiterung der Behandlungskapazität auch die Verbesserung der Energieeffizienz. Mit zwei Faulbehältern kann die Klärgasproduktion erhöht werden. Mit dem zusätzlichen Klärgas können die vorhandenen Blockheizkraftmodule (BHKWs) die Eigenstromerzeugung auf der Kläranlage in Wittenberg weiter erhöhen.
Für das gesamte Vorhaben sind Fördermittel beantragt worden. Im Rahmen der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung wasserwirtschaftlicher Vorhaben (RZWas 2016) erhielt der ELW im September 2026 eine Zusage von Fördermitteln für diese Vorhaben.